Fehmarn

Fehmarn ist der ideale Ort für einen erholsamen und entspannten Ostseeurlaub. Urlauber reisen in eine der sonnenreichsten Regionen des Landes, die ihre Gäste mit unterschiedlichen Küsten und traumhaft schönen Naturlandschaften in den Bann zieht. Einst bezeichnete Expressionist Ernst-Ludwig Kirchner die Insel Fehmarn als „irdisches Paradies“. Und das ist die Heimat der 78 Kilometer langen Strände tatsächlich. Mit ihren Bilderbuchstränden, Yachthäfen und vielen anderen Attraktionen macht die Insel Fehmarn ihrem Namen als „goldener Krone in der Ostsee“ alle Ehre.

Fehmarn
Fehmarn

Geschichte Fehmarns

Nachdem sich vermutlich zuerst Nachfahren von Rentierjägern auf Fehmarn angesiedelt hatten, ließen sich in der nachchristlichen Zeit Slawen auf der Insel nieder. Nach einem Überfall der Slawen auf Altholstein im Jahr 1137 ließ Graf Heinrich von Badewinde ein Reiterheer erstellen, um einen Feldzug gegen slawische Territorien zu starten. Dennoch konnten die Kolonisten Fehmarn nicht einnehmen, so dass die Slawen erst ab 1170 verdrängt wurden. Im 14. Jahrhundert scheiterten Eroberungsversuche des dänischen Königs kläglich. Das Jahr 1713 brachte eine entscheidende Wende. Denn in diesem Jahr gelang es dem dänischen König Friedrich IV. während des Großen Nordischen Krieges, die Insel zu erobern. Dennoch wurde eine gewisse Eigenständigkeit der Fehmarner gewahrt.

Als Christian VIII. im Jahr 1848 verstarb, wurde der Schleswig-Holsteinische Krieg ausgelöst. Es war die Intention der dänischen Herrschaft, sich von den Regimen der dänischen Herrschaft zu befreien. Im Rahmen des Konflikts wurde auf dem Eiland eine Küstenmiliz positioniert, die das Eindringen dänischer Eroberer dennoch nicht verhindern konnte. Fehmarn blieb in dänischer Hand. Während des Deutsch-Dänischen Krieges konnten preußische Truppen im März 1864 Fehmarn zurückerobern. Nachdem Preußen nach dem Zweiten Weltkrieg aufgelöst wurde, gehörte Fehmarn ab 1946 zu Schleswig-Holstein. Heute ist die Insel ein beliebtes Urlaubsziel für Familien und andere Sonnenanbeter.

Leuchttürme, Yachthäfen und andere Sehenswürdigkeiten auf Fehmarn

Die Ferieninsel Fehmarn vereint fünf Leuchttürme. Diese maritimen Wahrzeichen des Eilands leuchteten oder leuchten Seefahrern in der Dunkelheit den Weg. Dennoch können die Orientierungspunkte unterschiedlicher nicht sein. Denn unter diesen „herausragenden Lichtspendern“ ist der Leuchtturm Flügge der einzige, der über 162 Stufen zu einer Aussichtsgalerie führt und klassischen Besichtigungen für Besucher einlädt. Der Leuchtturm Westermarkelsdorf zieht mit seiner achteckigen Form und der rot-weißen Farbgebung die Blicke auf sich. Der Leuchtturm Strukkamphuk ist mit seinem Unterfeuer bis heute in Betrieb. Ein harmonischer Wechsel aus roten und gelben Backsteinen ist das optische Kennzeichen den Leuchtturms Staberhuk. Stolze 33 Meter ragt der Leuchtturm Marienleuchte in die Höhe.

Fehmarnsundbrücke auf Fehmarn
Fehmarnsundbrücke auf Fehmarn

Fehmarn vereint mehrere Yachthäfen, die allesamt auf der Nordseite des Eilands zu Hause sind. Einer dieser Ankerplätze ist der Yachthafen Burgtiefe, der zugleich die größte Marina auf der Insel ist. Beeindruckt die Yacht- und Bootswerft Martin mit ihrer modernen Technik, verzaubert der Yachthafen Orth mit romantischer Hafenidylle. Jede einzelne Marina begeistert mit ihrem individuellen Charme. Die Fehmarnsundbrücke – der größte Kleiderbügel der Welt – erstreckt sich über eine stolze Länge von 963 Metern. Diese markante Brücke ist eines der wichtigsten Wahrzeichen Schleswig-Holsteins, das so manchen Urlauber zu einem Schnappschuss verleitet. Einblicke der völlig anderen Art gewährt das Freilichtmuseum Katharinenhof. Dieses Museum ist nicht nur der richtige Ort, um waschechte Wildschwein-Lamm-Salami oder Steinofenbrot aus uralten Backhäusern zu genießen. An diesem Ort wird auch Spielzeug zur Schau gestellt, mit dem die Menschen vor Jahrhunderten spielten. Im Meereszentrum Fehmarn machen Urlauber in einem der größten Aquarien von Europa Halt. Es ist kaum zu glauben, dass in dieser tropischen Meereswasseranlage über 1.000 Meeresbewohner wie Haie, Feuerfische, Krebse oder Korallen leben. Abstecher zum Wasservogelreservat Wallnau oder dem Niobe-Denkmal am Gammendorfer Strand verleihen einer Fehmarn-Reise die nötige Würze.

Veranstaltungen für Groß und Klein

Auf der Insel Fehmarn ist jede Menge los. Besondere Highlights sind traditionelle Großveranstaltungen, die das Publikum bei den Fehmarn Days of American Bikes, dem Fehmarn Pferdefestival oder dem Hafenfest in Burgstaaken anlocken. Wer sich sportlich duellieren möchte, sollte sich den Fehmarn-Marathon, das Surf & SUP Opening mit Surffestival, das Ostseeschwimmen oder die Deutsche Meisterschaft im Speedsurfen nicht entgehen lassen. Zudem dürfen sich Familien auf abwechslungsreiche Unterhaltungsprogramme einstellen. Regelmäßig werden im Dörfergemeinschaftshaus in Meeschendorf oder dem Tourismus-Service Fehmarn in Burgtiefe Events für Jung und Alt veranstaltet. Neben Puppentheater-, Zauber- sowie Kindertheatervorstellungen finden Drachenfeste, Kinderfeste, Osterfeuer mit Stockbrotbacken oder Laternelaufen statt. Zweimal pro Woche wird zur Hauptsaison in Burgtiefe das Piratenabenteuer samt Abenteuerfahrt für Kinder ab vier Jahren organisiert.



Ausflugsziele auf Fehmarn: hier ist Freizeitspaß garantiert

Fehmarn ist ein Mekka für Radfahrer. Rund 170 Kilometer lange ausgeschilderte Wege ziehen Radfahrer, Skater und Wanderer in den Bann. Wer den Golfsport auf eine besondere Weise erleben möchte, ist beim Adventure Golf Fehmarn genau richtig. Auf diesem Golfplatz der etwas anderen Art müssen Sportler auch ungewöhnliche Hindernisse überwinden. Ein überwältigender Blick auf die Ostsee, angenehm warme Temperaturen und Farben sowie lichtdurchflutete Räume sind nur einige Besonderheiten, mit denen das FehMare lockt. Dieses Badeparadies vereint vier unterschiedliche Badewelten unter einem Dach. Am Südstrand Fehmarns gelegen, ist das FehMare längst zur Top-Adresse für Bade-, Wellness- und Sport-Fans avanciert. Verspricht das Kart Racing Fehmarnsund in Burgstaaken ultimativen Fahrspaß, lädt der Hochseilgarten in Meeschendorf zum Schweben, Springen und Klettern ein. Das Burg Film Theater auf Fehmarn ist ein Geheimtipp für Nostalgiker. Im Stil der 70er Jahre konzipiert, kommen Filmfans in dem Kino auf ihre Kosten. Das Filmrepertoire lässt keine Wünsche offen. Dank 35-Millimeter-Projektoren und 3D-fähigen Digitalprojektoren ist für tolles Entertainment gesorgt.

Was wäre die Insel Fehmarn ohne ihre Strände? An den insgesamt 78 Kilometer langen Stränden findet jeder das Fleckchen Erde, an dem Wohlfühlatmosphäre aufkommt. Der im Naturschutzpark „Grüner Brink“ gelegene Nordstrand ist ein ruhig gelegener Naturstrand. Das Herzstück ist jedoch der Südstrand, der mit seinem feinen weißen Sand an eine Lagune erinnert. Von zwei langen Steinwällen geschützt, erwärmt sich das Wasser an dem flachen Strand besonders schnell. Dieser Uferabschnitt verfügt über mehrere Eisdielen, Kioske und Strandkörbe. Von Mitte Juni bis Ende August wird der Südstrand mittwochs um 15 Uhr jeweils von Neptun besucht. Der Meeresgott gibt sich die Ehre, um die Kinder persönlich zu taufen oder sich mit ihnen fotografieren zu lassen. Dieses Erlebnis werden die Jüngsten gewiss so schnell nicht wieder vergessen.

Auch an interessanten Optionen für Ausflüge mangelt es nicht. Tierische Einblicke gewährt das Naturschutzgebiet Graswarder, in dem Besucher Salzwiesenpflanzen und großen Seevogelkolonien begegnen. Die Ostsee Erlebniswelt bei Heiligenhafen ist der richtige Ort, um sich über die Entstehung der Ostsee oder deren bunte Pflanzen- und Tierwelt zu informieren. Besondere Anblicke verspricht die Aquarienwelt, die Spinnen, Hummern oder fliegenden Stechrochen eine Heimat bietet. Der Museumshof Lensahn ist ein über 200 Jahre alter Prienfeldhof, auf dem mehr als 3.000 Exponate aus Haushalt und Landwirtschaft ausgestellt sind. Ein Publikumsmagnet ist der Bauerngarten, dessen Kräuterspirale sogar begehbar ist. Ein Freizeitvergnügen für die ganze Familie ist der Hansa-Park Sierksdorf. Dieser Ausflug zum größten Freizeitpark Schleswig-Holsteins verspricht Action und Adrenalin pur – dank Attraktionen wie der Wasser-Bobbahn Rio Dorado oder dem Space-Shooter.

Eine Reise in Richtung Fehmarn: Anreisetipps

Die drittgrößte Insel Deutschlands ist im Norden von Schleswig-Holstein zu Hause. Pittoresk zwischen der Kieler und Lübecker Bucht gelegen, ist das Eiland mit dem Auto, der Bahn oder per Fähre erreichbar. Mit dem Auto fahren Urlauber über die A1 bis Oldenburg-Holstein an, um auf der B207 bis zur Insel Fehmarn zu verkehren. Wer mit der Bahn in Richtung Fehmarn reisen möchte, entscheidet sich für eine Fahrt mit dem IC oder ICE nach Hamburg. Von diesem Bahnhof aus wird die Anfahrt über Puttgarden auf die Insel fortgesetzt. Fährverbindungen starten ab Puttgarden bis ins dänische Rødby.

Fehmarn: eine besondere Insel

Fehmarn ist ein Paradies für Kinder. Mehrfach für seine Familien- und Kinderfreundlichkeit geehrt, verzaubert das Eiland mit flachen Sandstränden, abwechslungsreichen Unterhaltungsprogrammen und vielfältigen Freizeitangeboten. Hätten Sie's gewusst? Fehmarn ist die Heimat mehrerer traditioneller Gilden. Eine dieser Vereinigungen ist die St. Osewald Gilde von 1430, die sich für ihre kurzen Jahreshauptversammlungen am Rosenmontag sowie das um so längere Scharwenzel-Spiel bekannt ist. Gitarrenvirtuose Jimi Hendrix gab auf Fehmarn im Jahr 1970 sein letztes Konzert vor seinem Tod. Dieses Konzert fand im Rahmen des Love and Peace Festivals am Flüggerstrand statt. Einige der größten Schicksalsschläge für die Insel Fehmarn waren die Sturmflut 1872 und die Schneekatastrophe im Winter 1978/1979.

Video Impressionen

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